Drengur von Remmesweiler

Drengur ist am 11.11.2012 mit 27 Jahren ganz unerwartet gestorben.

Vor 22 Jahren hat meine Mutter, Helga Tantsch, Drengur auf dem Wiesenhof gekauft. Damals war er 5, gerade eingeritten, und Bruno Podlech sagte zu ihr: „Dieses Pferd wird ganz sicher niemals mit Ihnen durchgehen“.

Und da hat er Recht behalten, man konnte Drengur immer vollkommen vertrauen.

Viele Jahre war meine Mutter und in den Ferien auch ich auf langen Ausritten durch den Odenwald mit ihm unterwegs, meine Kinder durften schon als Babies auf ihm reiten, ihn putzen und führen, kaum, dass sie selbst laufen konnten, mehrere Reitbeteiligungen hatte er über die Jahre hinweg, und alle hat er sicher getragen, mit seinen schönen weichen Gängen und immer auch einer Portion charmanter Frechheit.

Als er und seine Besitzerin beide älter wurden, kam er aus Eberbach, wo er sein ganzes Leben verbracht hatte, auf den Hof am Steinbuckel. Hier hat er neue Freunde unter Pferden und Menschen gefunden. Ronja hat sich sehr um ihn gekümmert und war seine Bezugsperson. Drengur war schon immer ein Pferd, das die Herzen erobert hat.

Eben etwas ganz Besonderes, ein echter Isländer „vom alten Schlag“!

Ich sage danke für die gute Zeit, Drengur, und es wird mir fehlen, auf die Weide zu kommen
und zu sehen, wie Du den Kopf hebst, die Ohren vorklappst und auf mich zuläufst.

Gisela Tantsch