Nachdem ich nun diese Seite entdeckt habe… ist es doch ganz klar, dass das weltbeste Pony hier auch seinen Platz haben muss!Sómi

Sómi vom Steinbuckel

Er wurde im Juni 1991 geboren und stammt von Oral und Stygg ab.
Oral: http://www.stormhestar.de/german/horse_view.asp?ID=39154
Stygg: htp://www.stormhestar.de/german/horse_view.asp?ID=47249
Sómi: http://www.stormhestar.de/german/horse_view.asp?ID=73528

Dieses Pony hat echt mehr wie einen Orden verdient…

Ich habe ihn nun seit dem 08.02.1997. 

Seine Augen sind ständig in Bewegung. Knackt da ein Zweig?, raschelt es im Laub?, kommt ein anderes Pferd zu nah an ihn ran?. In diesen Situationen möchte er rennen, den Herausforderer abschütteln, weglaufen vor den drohenden Gefahren. Ein tolles Pferd, dass als „Problempferd" zurückkam.
Dies ist seine Geschichte:
Im Bauch kam er mit seiner Mama aus Frankreich.
Bei uns verbrachte er 4 1/2 schöne Jahre auf unseren Außenkoppeln bis er dann an den Hof zum Anreiten kam.
Ich hatte sehr viel Spaß während unserer Arbeit, es war nicht immer ganz einfach, da er halt ein „Vollblut“ ist und dies manchmal ganz deutlich hervorklingen lässt.
Doch dann war es an der Zeit Abschied zu nehmen, denn Sómi wurde an ein Mädchen in den Norden Deutschlands verkauft. Das war der Tag an dem mir fast das Herz brach.
Doch dieses Pferd wollte einfach nicht in den Norden, sondern es hatte sich entschlossen im Süden Deutschlands zu bleiben.
In den Pfingstferien 1996 kam Sómi, nach dem er ein wenig Unsinn gemacht hatte, als Problempferd und unreitbar zurück.
Und so hatte ich mein Pony wieder.
Nachdem mein Papa zugestimmt hatte, dass ich dieses „Wildpferd“ reiten durfte waren wir endlich wieder vereint und so begann ein harter Kampf bis zum Kauf, denn es galt meine Eltern, größter Problemfall, meine Mutter, davon zu überzeugen, dass ich genau dieses Pony haben wollte und mich auch um dieses kümmern würde.
Natürlich haben wir der Mama nicht jede Story über Sómi erzählt, denn es reichte ja wenn der Papa eingeweiht war.
Im Endeffekt habe ich den Kauf dann meiner Oma zu verdanken, denn sie war der große Sponsor und der Antreiber.
Am 08.02.1997 gehörte mir dann endlich MEIN PONY.
Nun stand uns eine große Reise bevor, denn da ich noch keinen Führerschein (süße 16) besaß, zogen wir auf die Fohlenweide.
Dort hatte wir ein paar echt schwierige Jahre, denn das ist eigentlich ein Großpferdestall.
Der erste Satz, den wird ich nie vergessen, als Sómi aus dem Hänger kam war: „Dem müssen wir erstmal die Mähne schneiden.“
Aber die Zeit auf der Fohlenweide war auch sehr schön, da sich bald ein Ponyclub gebildet hatte und dieser den Waldpark unsicher machte.
Auch unsere Schwimmausflüge im Rhein vermisse ich bis heute.

Als Sómi nun bewusst wurde, dass er mir gehörte und ihm dann bewusst wurde, dass ich ihn niemals mehr hergeben würde, hat er des öfteren mal so richtig die Sau raus gelassen. So klingelte öfter zu Hause das Telefon, dass ich mal wieder vorzeitig abgestiegen bin.
Ernsthaft ist allerdings nie was passiert.
Außerdem wusste ich ja was ich für eine Memme habe. Er rennt halt aus Panik ohne Ziel und Verstand davon.
Aber trotz allem waren wir von Anfang an ein unschlagbares Team.

Auch aus Therapiezwecken begann ich dann das Turnierreiten.
Auch hier waren wir, vor allem in der Dressur, sehr erfolgreich. Und einmal kamen wir sogar in die Endausscheidung beim Stilviergang. Man hätte mir nur vorher sagen müssen, dass hier ein Pferdewechsel verlangt wurde… Na ja meine Memme, die einfach Schiss vor Männern hatte, hatte das goldene Los gezogen… der einzige männliche Teilnehmer hatte die Ehre den Sómi zu reiten. Er hat auch eine Runde überstanden, dann ist er abgestiegen…
Nachdem wir dann die Konkurrenz ausgeschaltet hatten, eroberten wir uns den drittten Platz.
Da es bei jedem Turnier ein anderes Vorkommen gab, erlegte ich uns auf, dass wenn ein Turnier tadellos über die Bühne geht, dass Sómi dann in Turnierrente darf.
Das ist nun seit fast drei Jahren der Fall.
Aber außer unser Turnierreiterei habe wir, dank dem Michael Dannefelser, mein damaliger Reitlehrer, viel im Bereich zirzensische Lektionen, Doppellonge, Bodenarbeit, Dressur usw. gemacht.
Natürlich liegen auch zahlreiche Ausritte und Tagesritte hinter uns. Und eingeholt hat uns bei diesen bis jetzt noch niemand.
Wir führen das Feld immer an, denn im Galopp wird man nur hinten schmutzig…

Ich hoffe das ich dieses einmalige, wundervolle, unbeschreibliche Pony noch lange an meiner Seite haben darf, denn es ist nicht nur ein Pferd sondern vom Seelentröster bis hin zum echten Freund alles.

Alexandra Kuhn